Kultige Alltagskutsche: Passat 32 B (1980-1988)

Passat 32 B

VW PAssat 32 B nach dem Facelift

Ich bin ein Kind der Achtziger Jahre und wurde 16 Jahre meines Lebens in einem VW Passat 32 B Variant durch die Gegend kutschiert. Leider bin ich nie in den Genuß gekommen, diesen Wagen mal selber zu fahren, aber für mich ist dieses Auto ein Symbol meiner Kindheit und ein absolutes Kultauto. Während er früher absolut alltäglich war, fahren heute nur noch sehr wenige Exemplare durch die Gegend, davon sind die meisten ziemlich auf. Aber es gibt auch zahlreiche Liebhaber, und deswegen stelle ich den Passat 32 B hier einmal kurz vor.

1980 wurde der VW Passat 32 B vorgestellt, damals noch eher vom Vorgänger-Modell und den siebziger Jahren inspiriert. Er wurde ein absolutes Erfolgsmodell und war als Fließheck und Variant erhältlich, das recht erfolglose Stufenheck trug hingegen den Namen Santana. Richtig schön wurde er jedoch erst nach dem Facelift 1985: Die Stoßfänger waren jetzt bulliger und aus schwarzem Kunststoff, die Frontscheinwerfer waren begradigt worden, der Kühlergrill wurde ebenso geändert wie einige Details des Innenraums. Viele Neuheiten der Achtziger Jahre wurden von VW zuerst beim Passat eingeführt, beispielsweise der Allradantrieb syncro oder der Turbodiesel. Gut erhaltene Modelle sind sehr gefragt, es gibt zahlreiche Fan-Seiten im Internet. In den USA wurde der Passat als Quantum verkauft und war vor allem an der Front deutlich anders gestaltet als in Europa.

VW Quantum aus den USA

VW Quantum aus den USA

Meine Eltern hatten zunächst einen dunkelroten Variant des Vor-Facelift-Modells, an den ich mich jedoch kaum noch erinnern kann. 1986 kam dann ein nagelneuer, weißer Passat 32 B Variant, der uns mit voller Beladung im Kofferraum, auf dem Dach inklusive Anhänger jedes Jahr treu in den Urlaub begleitete. Nach einer solchen Urlaubsfahrt kannte man jedes der 54 Diesel-PS persönlich, aber auch ohne Beladung war das Reisen mit maximal 140 km/h eher beschaulich. Ein Blick in die damalige Ausstattungsliste verrät, dass unser Passat außer der Dachreling absolut keine Zusatzausstattung hatte. Damals war er damals fast schon ein Öko-Auto, der kleine Dieselmotor galt als umweltfreundlich (haha…) und wurde steuerlich gefördert und auch die Autoversicherung war deutlich günstiger. Das Getriebe hatte neben den üblichen vier Gängen einen Energiespargang „E“. Die Höchstgeschwindigkeit erreichte man dabei nur im vierten Gang, für den fünften, den E-Gang, versprach VW dafür einen deutlich geringeren Kraftstoffverbrauch. In meiner Erinnerung ist der Wagen vor allem eines: unendlich groß und praktisch. Eines meiner absoluten Lieblings-Autos und sicher nicht nur für mich ein Kult-Fahrzeug!

(Bilder von www.passat-32b.de, eigene Bilder von „meinem“ 32 B hab ich leider nicht in digitaler Form)

(Recherche-Quellen: www.passat-32b.de, www.passatclassics.de)

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