Bristol 603 (1978-1982)

Bristol ist eine eher weniger bekannte Marke, doch ich konnte bei meinem letzten England-Urlaub eines der seltenen Exemplare dieses wirklich schönen Blechschatzes aus der Nähe bewundern. Leider hatte ich ausgerechnet an diesem Tag meine Kamera nicht dabei und konnte keine Fotos machen, doch ich möchte den Bristol 603 hier dennoch vorstellen.

Die zweitürige Sportlimousine wurde von 1978 bis 1982 in zwei Serien produziert. Insgesamt wurden nur 70-80 Exemplare gebaut. Genauere Zahlen gibt es leider nicht, doch der Bristol Owner Club geht davon aus, dass während der 70er Jahre jeden Monat nur ein Wagen das Werk verlassen hat. Ursprünglich wurde der 603 anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der Marke Bristol gefertigt. Er bildet bis heute noch die Grundlage für alle späteren Bristol-Modelle – auch für den Bristol Blenheim, der bis heute noch hergestellt wird.

Die Motoren hat Bristol von Chrysler geliefert bekommen und dann in ihre eigenen Fahrzeuge verbaut. Beim 603 haben die Engländer einen 5,9-Liter großen Achtzylindermotor verwendet, der es auf volle 200 PS gebracht hat. Den Sprint von 0 auf 60 Meilen pro Stunden (97 km/h) schaffte der 603 in 7,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 140 mph oder 225 km/. In der Serie 1 gab es außerdem noch den 603E, mit einem Economy Motor. Dieser war 5,2-Liter groß und hatte ebenfalls acht Zylinder. Der Sprint auf 60 mph dauerte 10,4 Sekunden und die Leistung lag bei 160 PS. In der zweiten Serie gab es nur noch den 5,9-Liter-Motor.

Auch die direkte Konkurrenz des Bristol 603 kann sich durchaus sehen lassen. Dazu gehören nämlich der Aston Martin V8, Maserati Kyalami, Ferrari 400, der Rolls-Royce Corniche und der Jaguar XJ-C. Preislich lag der Bristol mit 30.000 Pfund zwischen dem Aston Martin (21.000 Pfund) und dem Rolls Royce (38.000 Pfund).

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