Wie bekommt man ein H-Kennzeichen?

Auch wenn man als Besitzer eines Youngtimers noch etwas Zeit hat, bis man sich mit der Beschaffung des H-Kennzeichens beschäftigen muss, schadet es nie, sich frühzeitig zu informieren. So kann man dafür sorgen, dass man die Bestimmungen erfüllt und dann möglichst problemlos das H-Kennzeichen beantragen, sobald der Wagen seinen 30. Geburtstag feiert. Das H-Kennzeichen hat den enormen Vorteil, dass man damit automatisch einen pauschalen Kfz-Steuersatz von 191 Euro zugewiesen bekommt. Das ist gerade für Fahrer von Wagen mit hohen Abgaswerten und großer Hubraumzahl eine finanzielle Erleichterung. Außerdem entfällt die Abgasuntersuchung und man kann auch ohne Plakette in die Umweltzonen einfahren.

Um an ein H-Kennzeichen zu gelangen, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigste Voraussetzung ist das Alter des Fahrzeugs: es muss mindestens 30 Jahre alt sein. Des Weiteren muss der Wagen auch die Anforderungen erfüllen, die der TÜV und der Bundesverband Deutscher Motorveteranen-Clubs e.V. (DEUVET) zusammen gestellt haben. Um als Oldtimer anerkannt zu werden, muss der Wagen gut gepflegt sein, das heißt, dass der Zustand bei mindestens drei oder besser liegen muss. Das Auto darf also normale Gebrauchs- und Alterungsspuren aufweisen, aber nicht zu stark verschlissen sein. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass der Wagen fahrbereit ist.

Wer, wie dieser Fors Taunus von 1965, ein H-Kennzeichen erhalten möchte, muss gewisse Anforderungen erfüllen.

Wer einen Youngtimer besitzt und hofft, in einigen Jahren auch mit dem H-Kennzeichen fahren zu dürfen, der sollte seinen Wagen gut pflegen. Außerdem sollte man darauf achten, dass so viel wie möglich noch im Originalzustand ist. Wenn das Auto komplett im Ursprungszustand ist, dürfte es keinerlei Probleme mit der H-Zulassung geben. Doch nur in den seltensten Fällen schafft es ein Auto, in 30 Jahren keine Ersatzteile zu benötigen. Darum haben TÜV und DEUVET gewisse Spielräume gelassen.

So sind kleinere Mängel in der Regel kein Probleme, Rost allerdings schon. Auch zeitgenössische Umbauten und Tuning sind erlaubt, so lange es im Rahmen bleibt. Umbauten, die mindestens 20 Jahre zurück liegen, werden auch genehmigt. Wer die Bremsen modernisiert hat, braucht sich ebenfalls keine Gedanken wegen der Zulassung zu machen. Auch die elektrische Versorgung darf von sechs auf zwölf Volt umgestellt werden. Bei der Farbe ist, außer Effektlack und Airbrush, auch so gut wie alles erlaubt. Die Farbe und das Material des Innenraums dürfen ebenfalls frei gewählt werden. Selbst wenn man die Sitze gegen die eines jüngeren Modells desselben Herstellers austauscht, wird das H-Kennzeichen nicht gefährdet. Auch beim Radio haben die Besitzer freie Wahl. Wer ein modernes Gerät oder ein Navigationssystem einbaut, hat nichts zu befürchten.

Wer jetzt schon einmal genau schauen will, was er bei seinem Youngtimer verändern darf ohne später das H-Kennzeichen zu gefährden, kann sich auf der Webseite des TÜV informieren.

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