Vier Augen für die Ewigkeit: Youngtimer BMW E 30

Viele BMW-Fans sehnen sich nach den alten Zeiten, als das Design bei den Münchenern klar und europäischer war. Nachdem Anfang des neuen Jahrtausends der Amerikaner, Chris Bangle, als Chef-Designer das Heft in die Hand nahm, polarisierte BMW. Doch bei aller Euphorie für futuristisches Design: Beim 3er gab es klare Vorgaben von der Unternehmensleitung. Denn das absatzstärkste Modell wird stets mit besonderer Sorgfalt neu aufgelegt. Immerhin muss es sich mit glorreichen Vorgängern messen, wie dem Youngtimer E 30 aus den Jahren 1982 bis 1993.

Zwar haben die ersten ausgelieferten E 30 mittlerweile 30 Jahre auf dem Tacho und dürften sich Oldtimer nennen; doch die große Mehrheit steht noch davor, weshalb man bei der E 30 Reihe generell noch vom Youngtimer spricht. Leider verschwanden viele dieser Youngtimer in den vergangenen Jahren im Rahmen der Schrottprämie von den deutschen Straßen. Doch die, die blieben, haben größtes Potenzial, als gefragte Oldtimer in die Geschichte einzugehen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie die letzte Baureihe mit dem BMW-typischen Vier-Augen-Design sind. Ausgeliefert wurde die Modellreihe in verschiedenen Ausführungen: als Limousine, Kombi, Coupe, Cabrio sowie als Baur-Cabrio; Letzteres ist allerdings ein Umbau durch die Firma Baur aus Stuttgart.

Eigentlich zählt der E 30 zu den solideren Youngtimern. Doch nahmen viele Fahrer den Slogan, Freude durch Fahren, etwas zu ernst. Die permanent sportliche Fahrweise in hohen Drehzahlbereichen strapazierte die Substanz. Deshalb sollte man beim Kauf eines gebrauchten BMW E 30 besonders vorsichtig sein. Als typische Mängel gelten Risse in den Zylinderköpfen, insbesondere bei den stärker motorisierten Sechs-Zylinder-Modellen, nicht mehr sauber schaltende Automatikgetriebe sowie Ölundichtigkeiten, die oft darauf zurückzuführen sind, dass die Motoren in zu hohen Drehzahlbereichen gefahren wurden, ehe der Motor auf Betriebstemperatur kam.

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