Youngtimer fahren mit kleinem Geldbeutel

Die Bezeichnung Youngtimer bezieht sich auf Fahrzeuge, die jünger sind als 30 Jahre, denn sonst wären es Oldtimer. In jedem Fall sind es Liebhaberfahrzeuge, nicht mit der allerneuesten Technik ausgestattet aber doch schon modern. Vor allem immer mehr junge Leute wollen ältere Autos fahren und auch für den etwas kleineren Geldbeutel sind einige Modelle zu haben.

Beispielsweise die Mercedes Benz Modelle W 201 und W 124: in den 80er Jahren als Rentnerfahrzeug sehr beliebt sind sie heutzutage in relativ großer Anzahl zu bekommen. Hier sind Fahrzeuge unter 2.000 Euro keine Seltenheit. Ein Youngtimer sollte in einem erhaltenswerten Zustand sein, denn in einigen Jahren avanciert er zum Oldtimer und ist dann schon bald das Doppelte und Dreifache des Einkaufspreises wert.

Auch als alltagstaugliche Autos haben sich die vielen Youngtimer auf Deutschlands Straßen bewährt. Mit einem historischen Oldtimer sind tägliche Fahrten eher unüblich, aber mit einem gut erhaltenen Porsche der 911er Baureihe kann schon mal zum einkaufen gefahren werden. Es gibt Fahrzeuge, die eigentlich noch nicht als Liebhaberautos gelten, aber aufgrund der relativ geringen Stückzahl schon jetzt heiß begehrt sind. Ein Beispiel dafür ist der Saab Cabrio, der gerade mal 20 Jahre auf dem Buckel hat. Damals war das schwedische Fahrzeug sehr teuer und wurde in Deutschland weniger als 3000 Mal verkauft.

Youngtimerfahrer sind Individualisten und möchten sich mit einem unüblichen Fahrzeug vom Einheitslook der modernen Autos abheben. Was damals als spießig und piefig galt, ist heute cool und auffallend. Wer sich einen Youngtimer als tägliches Fortbewegungsmittel in die Garage stellt und liebevoll pflegt hat garantiert mehr Arbeit damit als mit einem neuen Auto. Häufig ist der Unterhalt auch etwas teurer. Aber in jedem Fall sind Fahrspaß und Individualität ein ganz entscheidendes Kriterium für die Anschaffung eines neuen, alten Youngtimers.

Tags: , ,